Plädoyer für mehr Briefe

27 Februar 2018 / Kommentieren
Das ich eine gewisse Neigung zum Arbeiten auf Papier habe, dürftest du ja mittlerweile Mitbekommen. Schließlich findet sich unter "Planung" ein Kalender neben dem anderen, aber kein einziges Online-Tool (bisher!). Und obwohl ich ein Studium mit 49% IT-Anteil belege, arbeite ich liebend gern auf Papier. Vielleicht ist es auch gerade deshalb. Wer viel am Computer sitzt, braucht vielleicht auch in gewisser Form einen Ausgleich wie zum Beispiel Frau Hölle mit ihrem Lettering.
Ein schöner Ausgleich, der nicht nur dir viel Freude bringt, sondern auch anderen Menschen ist das Schreiben von Briefen. Außerdem, einen Brief schreiben kann jeder.



Meine Briefgeschichte


Als ich jünger war hatte ich einige Brieffreundschaften. Meine entfernt lebende Cousine, eine Freundin aus der alten Heimat, meine Zimmernachbarin aus dem Krankenhaus und fremde Menschen, die mir die Post vermittelt hat. Meine Kontakte waren zahlreich. Zudem gab es früher Briefbücher und das Versenden von Postkarten aus dem Urlaub war als Kind ebenfalls üblich. Irgendwann ist das bei den meisten verloren gegangen. Lange Zeit habe ich selbst nur Postkarten aus dem Urlaub versendet. Brieffreunde hatte ich keine mehr - Kontakt kann man ja eh viel besser per Whatsapp und Co. halten. Mit meiner besten Freundin fing ich an brieflange E-Mails zu versenden. Schließlich sahen wir uns täglich und der Nutzen eines Briefes wäre eher gering gewesen. Seitdem ich fürs Studium weggezogen bin, ist der Trend wieder aufgekommen. Auch wenn nicht so oft wie früher, versende ich wieder Briefe. An Freunde und Freundinnen aus der Schule - egal ob in der alten Heimat, am anderen Ende Deutschlands, in Indien, der Slowakei oder in den USA. Wenn man sich plötzlich nicht mehr täglich, macht das Briefe schreiben plötzlich wieder Sinn. Außerdem habe ich noch eine weitere Art von Briefen für mich entdeckt - Happy Mails.

Happy Mails werden zwischen Planermenschen hin- und hergesendet. Sie beinhalten zumeist kleine Geschenke zum Basteln wie Sticker, Sticky Notes oder Washisamples. So teilt man seine Artikel miteinander und hat eine größere Auswahl und Freude über die Post.

Aber wem schreibe ich denn nun?


  • Familie - Besonders die älteren Mitglieder deiner Familie werden sich sehr freuen. Aber auch deine Geschwister oder Cousinen werden diese Geste wertschätzen.
  • Freunde - Vielleicht hast du irgendwen von deinen Freunden lange nicht gesehen oder es steht ein besonderer Anlass vor der Tür. Du kannst aber auch einfach deiner besten Freundin oder deinem besten Freund zeigen, wie lieb du sie/ihn hast.
  • Partner - Auch wenn es vielleicht etwas kitschig klingt, schreib doch mal deinem Partner einen Brief. Zu viel des Guten? Dann wähle einfach eine Postkarte mit einem lustigen oder etwas fiesen Spruch und nimm dem ganzen etwas die Romantik.
  • Berühmte Menschen - Menschen des öffentlichen Interesses haben oft Postfächer an die du schreiben kannst. Vielleicht gibt es ja eine Person die dich durch seine Bücher, Stücke oder Filme besonders berührt hat. Je Größer der Star, desto schlechter stehen allerdings die Chancen, dass diese Person ihre Post selbst liest.
  • Fremde - Auch heute gibt es noch Portale wie das von der Post, bei dem ich damals als Kind angemeldet war. Hier kannst du Menschen auf der ganzen Welt finden mit denen du in Briefkontakt treten kannst. So kannst du viel über andere Länder erfahren, neue Menschen kennenlernen und vielleicht entwickelt sich ja eine richtige Freundschaft daraus.
  • Dich selbst - Etwas, dass man oft liest, aber nie wirklich macht, ist sich selbst einen Brief zu schreiben. Die Idee dahinter ist, ihn einige Jahre später zu öffnen. Vielleicht werde ich das selbst irgendwann mal machen.

Was versende ich denn da genau?


  • Texte - Inhaltlich kann es um ganz viele Dinge gehen. Fremden kannst du dich im ersten Brief erst einmal vorstellen. Bei Menschen in deinem Umfeld kannst du unterschiedlich an die Sache rangehen. Siehst du die Person nicht täglich ist vielleicht ein Schwank aus deinem Alltag interessant, du kannst der Person aber auch einfach mitteilen, was sie dir bedeutet.
  • Bilder - Illustriere doch deine Briefe mit ein paar Bildern. Ähnlich einer Postkarte, kann die abwesende Person so an deinem Leben teilnehmen. Ein bisschen wie ein soziales Netzwerk per Post.
  • Extras - Eine getrocknete Blume, Poster, Karten, Sticker - deiner Fantasie sind nur die Grenzen deines Briefumschlages gesetzt. Überlege, was der Person, der du schreibst, gefallen könnte und probiere es einfach aus.
Ich hoffe ich konnte dich ermutigen, dir einen kurzen Moment Zeit zu nehmen und mit Papier und Stift bewaffnet einen Brief zu verfassen. Du musst ihn ja nicht mal absenden.
Wann hast du das letzte Mal einen Brief geschrieben oder versendet?

Endlich mehr lesen - So habe ich es geschafft

15 Februar 2018 / 2 Kommentare
Du hast vielleicht schon einmal von der Goodreads-Lesechallenge gehört. Dabei geht es darum, dass du dir ein ganz persönliches Ziel setzt und es mit der Community teilst. So wirst du dazu animiert, dies auch wirklich zu erfüllen. Meine eigenes Ziel sind 22 Bücher, bisher habe ich schon 5 davon gelesen - und es ist erst Anfang Februar.

Routine ist das A und O 

Egal wann du dir Zeit für das Lesen nimmst  - wichtig ist - dass du es regelmäßig tust. Nimm dir täglich oder wöchentlich Zeit zum Lesen. Je nachdem was du selbst für ein Lesetyp. Vielleicht liest du lieber lange am Stück, vielleicht reicht es dir aber auch jeden Abend ein zwei Kapitel zu lesen.

Hab immer ein Buch dabei

Mein Geheimnis zum Leseerfolg ist mein täglicher Weg mit dem Bus zur Arbeit. Mit meinem neuen E-Reader habe ich immer ein Buch dabei ohne das es viel Platz wegnimmt. Natürlich kannst du das auch mit einem richtigen Buch machen, aber das braucht eben eine größere Tasche. Zudem lese ich immer im Zug nach Hause. Du hast vielleicht andere Leerzeiten: das Wartezimmer beim Arzt, die Zeit die du zwischen zwei Terminen über hast, deine Mittagspause auf der Arbeit. Jeder Mensch hat Leerzeiten in seinem Alltag. 

Welche kostenlosen Fotobearbeitungs-Apps lohnen sich wirklich?

13 Februar 2018 / 1 Kommentar
Bildbearbeitung auf dem Handy ist ja immer ein Thema für sich. Anders als auf dem PC gibt es keinen klaren Marktführer und auch die Möglichkeiten sind durch den kleinen Display und die eingeschränkte Qualität nicht unendlich groß. Ich möchte heute einen Überblick über ein paar Apps zur Bildbearbeitung geben. Dazu habe ich folgendes Bild mit jeder dieser Apps bearbeitet. Das Ergebnis seht ihr jeweils unten.



Bilderapp des Handy








Die Standard-App nutze ich persönlich gerne zum Aufhellen und Zuschneiden von Bildern. Ich selbst habe ein iPhone und muss sagen, dass sich die App in den letzten Jahren sehr verbessert hat. Für manche Sachen brauchst du gar keine schicke App, manchmal reichen schon die Boardmittel aus. 





Instagram








Die meisten Bilder, die wir auf unserem Handy bearbeiten und dann nutzen sind für Instagram gedacht. Warum also nicht die Mittel dort nutzen? Seitdem man die Stärke der Filter einstellen kann, sind diese auch normal verwendbar. Zudem gibt es viele Einstellungsmöglichkeiten zur Bildkorrektur.





Lightroom 






Meine absolute Lieblingsapp für Bilder. Nicht nur die Bearbeitungsmöglichkeiten sind vielfältig. Die App bietet für alle, die normalerweise im manuellen Modus ihrer Kamera fotografieren einen entscheidenden Vorteil - im Rahmen der Möglichkeiten einer Handykamera bietet Lightroom diese Funktionen hier an. 





VSCO




VSCO ist vermutlich die bekannteste App für Bildbearbeitung. Sie bietet viele Filter und Einstellungsmöglichkeiten. Leider muss man viele Filter hinzukaufen, was mich persönlich immer etwas gestört hat. 






Snapseed







Snapseed ist meiner Meinung nach VSCO sehr ähnlich. Allerdings finde ich persönlich die Handhabe etwas schöner. Wer eine App in dem Stil sucht, sollte also beide mal ausprobieren und sich selbst entscheide.












Noch ein kleiner Tipp zum Schluss: Suche dir ein oder zwei Fotoapps aus, die du dann auch wirklich nutzt, statt viele anzuhäufen mit denen du dich dann nicht auskennst.

Wochenrückblick | Woche 6

11 Februar 2018 / 2 Kommentare
gedacht | Wie froh ich bin schon lange durchs Abi durch zu sein. 

gesehen | Meine Familie und Freunde. 

gefreut | Am Montag darüber, meinen Freund wieder zu sehen und am Mittwoch dann meine Familie und einige Freunde. Über Schokoladenpudding. Und ein spontanen Kleidkauf. 

geplant | Habe ich gemeinsam mit meiner Freundin Mareike, die ebenfalls ein Bullet Journal hat und lettering-begeistert ist. Das hat einfach sehr viel Spaß gemacht.

gelesen | Ich habe "City of Ashes" beendet. Review findest du wie immer auf Goodreads

gekauft | Habe ich wie oben erwähnt ein Kleid. Meine Schwester hatte es bestellt, aber ihr passte es nicht. Jetzt habe ich schon mal was für ihren Abiball. 

geknipst | 



Minimalismus: So mistest du dein Bücherregal aus

06 Februar 2018 / 4 Kommentare
Ich habe da diesen Traum von einer eigenen Bibliothek. Wändeweise Bücher in dunklen Holzregalen mit Leitern zum Rollen daran, weil man sonst nicht an alle Bücher herankommt. In meiner Bibliothek steht einer dieser Ohrensessel und Feuer prasselt im Kamin. Sicher fragst du dich, was diese Vorstellung mit Minimalismus im Bücherregal zu tun hat.

Jahrelang habe ich auf diese Vorstellung insgeheim hingearbeitet. Ich habe haufenweise Bücher nach Hause geschleppt. Von Flohmärkten, aus Buchhandlungen und als Geburtstagsgeschenk - meine Bücherregale sind schnell voll geworden. Das Problem: Ich habe bis heute nicht alle Bücher gelesen. Als ich mich mit dem Thema Minimalismus beschäftigt habe, war mir klar, dass mein Bücherregal definitiv eine Verbesserung nötig hat. Deshalb habe ich mir einen Nachmittag Zeit genommen und das ganze Regal leer geräumt.

Das ist natürlich nicht mein Bücherbestand zuhause, sondern der in meiner Zwischenmietswohnung.

So gelingt das Ausmisten 

Das größte Problem gerade beim Ausmisten von Büchern ist unsere Vorstellung. Ich denke viele Menschen, die Bücher horten, haben eine ähnliche Vorstellung wie ich. Das Problem ist, willst du eine Bibliothek voller ungelesener Bücher, die dich unter Druck setzen? Du wirst in diesem Raum nie entspannt sitzen könne, weil du umgeben bist von unerfüllten Aufgaben. Kategorisiere deine Bücher erstmal in zwei Stapel. Gelesene und ungelesene Bücher. 

Gelesene Bücher

Gelesene Bücher behalten wir meist aus Gewohnheit. Wenn ein Buch beendet ist, bringen wir es zurück ins Regal und dann vergessen wir es. Wenn du sie dir aber mal genauer ansiehst, wirst du merken, dass dir viele dieser Bücher nicht sehr viel bedeuten und du sie auch kein zweites Mal lesen wirst. Wenn du hier aussortierst, denke immer daran, der Sinn eines Buches ist dir eine Geschichte zu erzählen. Du hast nicht vor das Buch erneut zu lesen? Dann hat das Buch seinen Sinn erfüllt und kann nun gehen. 

Ungelesene Bücher

Bei ungelesenen Büchern wird es schon schwieriger. Meistens haben wir diese Bücher ja gekauft um sie zu lesen. Das Problem ist nur, wenn du ein Buch seid Jahren nicht gelesen hast, solltest du dich fragen warum. Vielleicht liest du solche Bücher gar nicht mehr. Besonders Menschen in meinem Alter haben sich in den letzten Jahr so stark entwickelt, dass dies ganz normal ist. Vielleicht musst du dir auch eingestehen, dass du das Buch gar nicht wirklich lesen wolltest. Eventuell war es einfach nur gerade beliebt, besonders günstig oder ein Geschenk. Sei ehrlich zu dir, denn ungelesene Bücher üben nur unnötigen Druck auf dich aus. Bei den übrigen Büchern solltest du dir fest vornehmen sie in nächster Zeit zu lesen. Bereitet dir der Gedanke Bauchschmerzen? Dann warst du vielleicht nicht ganz ehrlich zu dir und solltest den Stapel nochmal genau unter die Lupe nehmen. 

Wochenrückblick | Woche 5

04 Februar 2018 / Kommentieren
gedacht | Das ich unbedingt wieder mit dem Tanzen anfangen muss. Ich habe am Wochenende vielleicht den ein oder anderen Tanzfilm gesehen. Allerdings habe ich auch 15 Jahre lang im Verein getanzt, was durch mein duales Studium nicht mehr möglich ist. Zuhause werde ich aber jetzt wieder anfangen. Hat irgendjemand Tipps dafür? Außerdem ist mir aufgefallen wie ungemütlich Stille ist, wenn man sonst für gewöhnlich nie alleine ist. Das muss ich definitiv besser üben, früher war ich sehr gut darin.

gesehen | Diese Woche so einiges. Am Filmeabend mit meinem Freund habe ich Der geilste Tag und Sand Castle gesehen. Als ich dann am Wochenende alleine gewesen bin gab es ein richtigen Filmmarathon: Pretty woman, Step up, Catch me if you can, Dance off, Step Sisters, Street Dance, Frühstück bei Tiffanys, Coco Chanel und The Minimalists. Dazu kamen noch ein paar Folgen Friends und iZombie. 

gehört | Die Musik in den Tanzfilmen.

gefreut | Über ein paar neue Film Entdeckungen und über meine neuen Fotohintergründe.

gelesen | Ich habe City of Ashes weitergelesen. Außerdem habe ich es endlich geschafft, die Flow zu lesen. Gleich werde ich mich auf jeden Fall noch an Sakrileg machen und vielleicht schaue ich noch ein wenig in Handlettering Alphabet. 

gekauft | Wie oben geschrieben habe ich zwei neue Fotohintergründe. Sonst verfolge ich lieber mein Ziel weniger zu kaufen. 

geknipst |