Minimalismus: Gefährlicher Stauraum

15 Januar 2018 /
Bekannter Weise treibe ich mich gerne auf Pinterest rum. Dabei wurde mir kürzlich eine Pinnwand von einem schwedischen Möbelhaus vorgeschlagen. Das Thema: Stauraum. Mit einem Schlag wusste ich, was mich all die Jahre über Dinge horten ließ. Die Erkenntnis traf mich plötzlich. Jetzt wird der ein oder andere beim Lesen dieses Abschnittes vielleicht lächeln und sich fragen, wie ich so dumm sein konnte. Mir selbst ist das Phänomen aber erst in jenem Moment so richtig bewusst geworden.


Natürlich baut nicht nur besagter Hersteller Möbelstücke die möglichst viel Stauraum schaffen, aber ich kenne kaum eine Marke, die ihre Produkte so stark an dieser Philosophie aufbaut. Ich denke jeder, der schon einmal in einer Filiale dieser Kette war, kennt die Wenig-Quadratmeter-Wohnung. In unserer heimischen Filiale handelt es sich um eine Fläche von 52 m2. Auf dieser Fläche findet sich ein Badezimmer, eine Küche, ein Elternschlafzimmer, ein Kinderzimmer und Platz für Waschmaschine und Trockner. Alles ist wunderschön eingerichtet und bietet vor allem genug Stauraum für den Besitz einer durchschnittlichen europäischen Familie.

Bisher hatte ich diese Wohnungen immer sehr gemocht. Mein eigenes Bett ist ein Muster aus einer solchen Wohnung. Bietet es doch auf der gesamten Fläche von 1,40x2,00 Bettkästen um zusätzlichen Platz zu schaffen. Zwischen den Feiertagen habe ich dann mal einen Blick in den besagten Bettkasten geworfen. Da mein Bett an der Wand steht, nutze ich nur zwei von vier Kästen. Doch auch das reichte, um zu sehen, dass Stauraum gefährlich ist.

Ähnliche Probleme treten auch mit Dachböden auf. Wir haben seit ewigen Zeiten zwei davon. Das einzige, dass solche Flächen und Nischen jedoch hervorrufen ist das horten. Denn bei den meisten Menschen würde der vorhandene Platz völlig ausreichen. Die zusätzliche Fläche ermöglicht nur das Aufbewahren von „Vielleicht“-Gegenständen und führt dazu, dass wir unseren Besitz nie überdenken. Schließlich wirkt es gar nicht so, als hätten wir viel.

Du merkst, Stauraum ist gefährlicher als man denkt. Ich habe dem den Kampf angesagt, wie sieht es mit dir aus: Bist du dabei?

1 Kommentar:

  1. Hallo meine Liebe!

    Erst als ich deinen Beitrag eben gelesen habe, ist mir bewusst geworden, wie gefährlich Stauraum wirklich ist! Ich achte seit gewisser Zeit auch sehr darauf, was ich noch brauche und vor allem darauf, was ich nicht mehr brauche. In meiner Wohnung habe ich dieses Mal bewusst darauf geachtet, dass ich wirklich nur das mitnehme, was ich wirklich zum leben brauche, um mich von so vielem unnützen Zeug zu befreien.

    Viele liebe Grüße!
    Anna :-)
    https://wwwannablogde.blogspot.de/

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