Minimalismus: Kleiderschrank aufräumen

15 November 2017 /
Heute geht es also richtig los mit dem Weg zum Minimalismus. Ich starte, ganz nach der Reihenfolge der KonMarie-Methode mit den Kleidungsstücken. Also, los geht´s!

Als aller ersten Schritt musst du all deine Kleidung an einem Ort versammeln. Meine Kleidung befindet sich zu 90% in meinen Kleiderschränken. Da ich sowohl einen im Wohnheim als auch einen zuhause habe, musste ich an dieser Stelle etwas mogeln. Wenn du alle Kleidungsstücke auf einen Haufen geworfen hast, schau ihn dir kurz an. Ist er so groß, dass du jetzt schon den Überblick verlierst? Dann bilde nochmal einzelne Haufen nach Kategorien. Sei dir aber auch bewusst, dass die Kleidung dadurch schnell weniger erscheint. Lass dich nicht von der Menge deiner Kleidung täuschen. Wenn du diese Aktion das erste Mal nach langer Zeit durchführst, hast du sicherlich viele Kleidungsstücke, die weg können.

Nun nimmst du jedes Kleidungsstück in die Hand und stellst dir folgende zentrale Fragen:

  1. Wie ist der Zustand?Wenn Kleidung kaputt ist, haben wir zwei Möglichkeiten entweder reparieren oder wegwerfen. Ist es nicht eines deiner absoluten Lieblingsteile, dann wirf es weg. Du hast genug andere schöne Sachen.
  2. Passt mir das Teil?
    Nach dem wir festgestellt haben, dass unser Kleidungsstück noch gut in Schuss ist, sollten wir uns fragen, ob es uns noch passt. Probiere möglichst viel an. Vor allem alles, dass du in den letzten 4 Wochen nicht getragen hast. Passt es nicht mehr, so überlege dir ob du es noch verkaufen kannst oder ob du es lieber spendest.
  3. Ist das Kleidungsstück mein Stil?
    Wie man seinen eigenen Stil findet, werde ich dir in wenigen Tagen verraten. Solltest du ihn schon haben, dann kannst du hier mit deinen Kleidungstücken hart ins Gericht gehen. Schmeiße aber keine Lieblingsteile weg nur, weil sie nicht deinem Stil entsprechen. Ausnahmen sind natürlich erlaubt. Wenn du deinen Stil noch nicht gefunden hast, kannst du erst einmal nach deinem Geschmack urteilen und später zu einem erneuten Durchgang ansetzen.
  4. Wie hoch ist der Nutzen?
    Vielleicht etwas BWLerisch angehaucht, ist diese Frage doch sehr wichtig. Trägst du das Kleidungsstück überhaupt? Wenn nicht, hat es einen berechtigten Grund. Vielleicht besitzt du etwas Abendmode, die du auf jeder Hochzeit trägst, aber in letzter Zeit fand eben keine statt. Dann kannst du das Kleid natürlich behalten, du sollst ja kein Geld verschwenden. Behältst du Kleidungsstücke aus sentimentalen Gründe, so frage dich, ob dir nicht ein Foto reichen würde. Zu guter Letzt kannst du dich nach Marie Kondo fragen „Macht es mich glücklich?“. Wem das zu spirituell ist, der kann sich ja fragen „Würde ich es nach einem Brand neukaufen?“.

Das Kistensystem

Jedes dieser Kleidungsstücke kannst du nach dem Beantworten der Fragen in eine Kiste einordnen. Müllsäcke gehen auch, wobei ich die Erfahrung gemacht habe, dass diese schwerer zu lagern sind. Am besten beschriftest du die Kisten mit den Kategorien „Behalten“, „Wegwerfen“ und “Spenden/Verkaufen“. Solltest du viel Kleidung haben, brauchst du vermutlich mehrere Kisten pro Kategorie und solltest die letzte Kategorie auf zwei Kisten aufspalten. Für die ganz unsicheren empfiehlt sich noch eine vierte Kiste. „30 Tage behalten“. Diese Kiste ist deine vielleicht Kiste. Nach dem aussortieren verschließt du sie und stellst sie auf deinen Schrank. Brauchst du die Kleidung in den nächsten 30 Tagen nicht, wirst du sie so schnell nicht mehr brauchen, also weg damit!

Vielleicht fallen dir beim Aussortieren Kleidungsstücke auf, die du sehr gerne getragen hast, die nun aber abgenutzt oder zu klein sind. Solltest du den Wunsch hegen sie zu ersetzten, so schreib sie dir irgendwo auf. Dann kannst du das alte Teil beruhigt weggeben.

Spezialfall Unterwäsche und Socken

Unterwäsche und Socken sind beim Ausmisten ein sehr schwieriges Thema. Viele denken nämlich folgendermaßen: Diese Kleidungsstücke sieht außer mir (und meinem Partner) doch sowieso niemand. Da ist es doch egal, wenn sie verwaschen oder löchrig sind. Ich sehe das anders. Gerade bei Frauen macht das Gefühl passende schöne Unterwäsche zu tragen einen Unterschied in der Selbstsicherheit und der Ausstrahlung. Was „schöne“ Unterwäsche bedeutet, ist dabei sehr individuell. Wichtig ist nur, sei es dir wert schöne Unterwäsche und löcherfreie Socken zu tragen. Investiere lieber hin und wieder etwas Geld und erhöhe dir dafür Tragekomfort und Selbstsicherheit.

Tipps für Anfänger

Gerade Anfängern wird es schwer fallen gleich beim ersten Durchgang alle unliebsamen Kleidungsstücke loszuwerden. Mache also lieber mehrere Runden und fühle dich dabei wohl. Für den Langzeitcheck kannst du deine Bügel umdrehen und Trennwände auf deine Kleiderstapel legen, um zu sehen was du wirklich trägst und was im Schrank versauert.


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