Minimalismus: In 6 Schritten zum eigenen Stil

20 November 2017 /
Im ersten Augenblick ist nicht jedem immer ganz deutlich wieso es für Minimalismus wichtig ist einen eignen Stil zu haben. Doch eigentlich ist es ganz logisch. Wer weiß, was er wirklich trägt, vermeidet Fehlkäufe und sammelt eine geringere Auswahl an Kleidungsstücken an. Heute möchte ich euch - wie bereits hier angekündigt - erklären, wie man seinen eigenen Stil finden kann.

Step 1 - Kleiderschrank durchgehen

Das lässt sich manchmal auch mit dem Kleiderschrankausmisten verbinden - zumindest wenn man ehrlich zu sich selbst sein kann. Die meisten Menschen haben damit am Anfang ihres Aufräumprozesses noch Probleme. Ich räume seit Jahren immer wieder meinen Kleiderschrank auf und habe es trotzdem auf diese Weise erst kürzlich selbst gelernt. Wenn man jedoch einfach nur einen Blick in den Kleiderschrank wirft, reicht das meistens schon aus, um einiges über seine Vorlieben zu lernen. Welche Farben und Muster sind häufig vertreten? Welche Materialien bevorzuge ich? Welcher Schnitt passt zu mir?

Mein Ergebnis: Eines war mir von Anfang an klar, die vorherrschende Farbe im meinem Kleiderschrank ist schwarz. Dafür musste ich nicht einmal hineinsehen. Außerdem stellte ich fest, dass meine liebsten Kleidungsstücke oft gestreift sind. Bei Hosen besitze ich fast ausschließlich Skinny Jeans. 

Step 2 - Window-Shopping

Das Window-Shopping muss nicht unbedingt in der Stadt stattfinden. Dies wäre nur notwendig, wenn du dir bei den Schnitten und Stoffen noch nicht sicher bist. Farben, Muster und Stilrichtungen kannst du auch durch Online-Shopping oder bei Pinterest herausfiltern. Online-Shopping wäre hierbei meine zuletzt gewählt Variante, weil die Versuchung etwas zu kaufen sehr groß ist. Im echten Leben kannst du nämlich dein Geld einfach mal zuhause lassen. 

Mein Ergebnis: Ich habe mich einmal ganz bewusst durch meine "Fashion"-Pinnwand bei Pinterest geklickt. Dabei haben sich einige Sachen bestätigt, die ich schon aus meinem Kleiderschrank wusste. Allerdings habe ich auch einige Stücke entdeckt, die ich noch nicht besitze, von denen ich aber meine, dass sie gut zu mir passen würden. Beim nächsten Window-Shopping halte ich dann mal nach diesen Teilen ausschau. 

Step 3 - Farben extrahieren

Hier helfen dir jetzt deine Ergebnisse aus den beiden Schritten davor. Welche Farben finden sich besonders häufig in deinem Kleiderschrank?  Welche sind dir beim Window-Shopping aufgefallen? Überlege dir genau, welche Farben du wirklich trägst. Grundsätzlich gilt, man sollte sich drei Hauptfarben, zwei neutrale Farben und zwei Akzentfarben aussuchen. Solche starren Regeln finde ich allerdings etwas schwierig. Wenn es bei dir passt, wunderbar, wenn nicht, auch okay.

Mein Ergebnis: Die Hauptfarben in meinem Kleiderschrank sind schwarz und weiß (bitte startet keine Farben-Kontrast-Debatte). Da dies aber eigentlich auch die zwei neutralen Farben waren, die mir vorschwebten, habe ich mein Schema dort etwas angepasst. Meine neutralen Farben sind dunkelblau und grau. Zwei Farben die ich wirklich gerne trage, weil sie sehr schlicht sind. Akzente setzte ich mit altrosa beziehungsweise rosé und weinrot. Außerdem trage ich noch gerne Kaki und mint. Hier verlasse ich also das Schema, weil ich weiß, dass ich diese Farben ebenfalls gerne trage.


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Step 4 - Prioritäten setzten

Bei dieser Frage geht es darum, welche Kriterien du an neue aber auch alte Kleidungsstücke anlegen willst. Ist dir eine faire Produktion wichtig? Welche Rolle spielt die Qualität der Produkte? Schwebt dir eine bestimmte Anzahl an Produkten pro Kategorie oder insgesamt vor? Sollen die Stücke vor allem gemütlich sein oder darf es auch mal schick und unbequem sein? Hier legt jeder seine eigenen Prioritäten.

Mein Ergebnis: Auf lange Sicht möchte ich eher wenige Kleidungsstücke mit hoher Qualität besitzen. Ich lege mich hier aber nicht auf eine bestimmte Anzahl fest. Schließlich ergibt es für mich kein Sinn schöne und gute Kleidungsstücke wegzugeben, um möglichst wenig zu besitzen. Solange ich die Sachen trage, bleiben sie. 

Step 5 - Kleiderschrank ausmisten

Wenn man sich jetzt überlegt hat, wie der eigene Stil aussehen soll, geht es ans Eingemachte. Schau was du an Kleidungsstücken besitzt und überlege dir, ob du sie in deinen Stil einbinden kannst. Beachte dabei aber auch:

Step 6 - Ausnahmen zulassen

Du hast ein Teil, dass du abgöttisch liebst, aber es passt farblich nicht in dein Schema? Ist doch egal. Jede Person mit Stil hat auch ein paar Teile die Akzente zum Rest setzen. Die Auffallen dürfen. Wieso solltest du dich von einem Teil trennen, dass du liebst? Es gehört offensichtlich auch zu deiner Vorstellung von einem guten Kleiderschrank und genau darum geht es beim Stil ja. Pass aber auf, dass es nicht zu viele Ausnahmen gibt, denn dann sind es keine Ausnahmen mehr.

Mein Ergebnis: Mir ist aufgefallen, dass ich quasi zwei Stile habe. Im Winter trage ich überwiegend die dunkleren Töne meiner Farbskala. Die Stoffe sind natürlich auch ganz andere als im Sommer. Dort trage ich gerne verschlungene Muster, die ich im Winter nie anziehen würde. Meine Styling-Persönlichkeit teilt sich also in zwei Hälften. Außerdem habe ich da diese orange Hose, die gar nicht zu meinen Farben passt, die ich aber wirklich liebe und deshalb behalte. 

1 Kommentar:

  1. Was für ein gelungener und informativer Beitrag!:) Ich habe letztens auch erst meinen Kleiderschrank aufgeräumt und ausgemistet, das musste einfach mal wieder sein!
    Ganz liebe Grüße - Marlena von www.sparklingmind.de

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