Football Friday - Die deutsche EM-Gruppe

Mit der EM, steht das nächste große Fußballturnier vor der Tür. Es kommt also bald wieder der Zeitpunkt, an dem sich ganz Deutschland für Fußball interessiert und wir 82 Millionen Bundestrainer im Land haben. Damit ihr beim Public Viewing oder beim heimischen schauen mit Freunden mitreden könnt, stelle ich euch unsere drei Gruppengegner etwas vor.


Deutschlands erstes Spiel findet am 12. Juni in Lille statt. Gegner ist die Ukraine.

Die Qualifikationsspiele

Die Ukraine spielte in der Qualifikationsrunde in einer Gruppe mit Slowakei, Belarus, Mazedonien, Luxemburg und Spanien.
Gegen den Tabellenzweiten Slowakei verlor man das erste Spiel knapp mit 0:1 und spielte im zweiten Spiel unentschieden mit einem torlosen 0:0.
Gegen den Tabellenersten Spanien konnte man zwar keinen Punkt gewinnen, verlor aber beide Spiele nur knapp mit 0:1.
Alle anderen Spiele konnte man gewinnen und somit Platz drei in der Tabelle erreichen. Dieser reichte aus, um in die Play Offs zu gelangen. Auf dem Weg dorthin kassierte man nur 4 Gegentore.

Die Play Offs spielten die Ukrainer gegen Slowenien. Zuhause konnten sie 2:0 gewinnen, während auswärts ein 1:1 reichte, um die Teilnahme an der Europameisterschaft zu sichern.


Die Schlüsselspieler

Auf der Suche nach Schlüsselspielern habe ich mich etwas schwer getan. Fast alle ukrainischen Nationalspieler spielen auch in der Ukraine. Was dazu führt, dass ich eher weniger von ihrem Fußball sehe. Zwar sind mit Dynamo Kiew, Shakhtar Donezk und dem letztjährigen Europa League-Finalisten Dnipro Dnipropetrovsk einige ukrainische Vereine in den europäischen Wettbewerben zu Gast, doch diese sind nicht selten auch mit vielen Spielern aus dem Ausland ausgestattet.

Der bekannteste Spieler, der vermutlich einen Kaderplatz sicher hat ist Kapitän Anatoliy Tymoshchuk. Inwiefern er mit seinen 37 Jahren noch eine entscheidende Rolle spielen kann, ist aber fraglich. 

Als die Superstars des Teams gelten Andriy Yarmolenko von Dynamo Kiew und Evgen Konoplyanka vom FC Sevilla. Yarmolenko ist ein Rechtsaußen, der in seinen 57 Länderspielen 23 Tore schoss. Konoplyanka ist sein Gegenstück auf der linken Seite. Er schoss in seinen 51 Länderspielen 11 Tore. Da es an einem guten Stürmer mangelt, könnte ihre Form entscheidend sein. 
Der finale EM-Kader ist - stand 19. Mai - noch nicht bekannt. 



Das zweite Spiel, das Deutschland bestreiten wird, findet am 16. Juni im Stade de France in der Hauptstadt Paris statt. Der Gegner ist bereits aus der Qualifikation bekannt und lautet Polen.

Die Qualifikationsspiele

Polen spielte in der Qualifikation in einer Gruppe mit Gibralta, Schottland, Georgien, Irland und Deutschland. Dabei gewann man 6 Spiele, erreichte 3 Unentschieden und verlor nur einmal. Der Gegner damals hieß Deutschland. Insgesamt ergibt sich ein Torverhältnis von sagenhaften 31:9 Toren. Doch eines zeigt die Qualifikation: Im direkten Duell kommt es vermutlich auf die Tagesform an.

Die Schlüsselspieler

Die Spieler Polens sind im Gegensatz zu denen der Ukraine überall in Europa zu finden. Und auch wenn sie aktuell in der FIFA-Weltrangliste hinter der Ukraine stehen, ist ihre individuelle Klasse um einiges höher. 

Besonders wichtig scheint Superstürmer Robert Lewandowski. Der Bayern-Profi hat eine überragende Saison hinter sich, an deren Ende er die historische 30 Tore Bundesligamarke knackte. Auch in der Qualifikation traf der Pole wie am Fließband und steuerte 13 Tore bei. Er wurde mit Abstand Torschützenkönig der Quali. Momentan zählt der Lewandowski zu den besten Stürmern der Welt und ganz Polen hofft, dass er seine Form bei der EM bestätigen kann. 
Sollte Jakub Blaszczykowski fit sein, wird er vermutlich den einen Flügel besetzen. Sein jahrelanges Zusammenspiel mit Lewandowski könnte durchaus ein Vorteil für die Polen sein. Den Eingespieltheit ist häufig etwas das Nationalmannschaften fehlt.
Allgemein habe Polen "eine gute Mischung aus Häuptlingen und Indianern" in ihren Reihen. Etwas vorauf auch Bundestrainer Löw immer viel Wert legt, wenn er seinen Kader bestimmt. 



Der letzte Gegner auf den Deutschland trifft ist Nordirland. Das Spiel findet am 21. Juni im Parc de Princes ebenfalls in Paris statt. 

Die Qualifikationsspiele

Nordirland bildete eine Gruppe mit Ungar, Färöer, Griechenland, Rumänien und Finnland. Sie spielten eine gute Qualifikation. 6 Spiele konnte das Team gewinne, drei Mal reichte es für ein Unentschieden (Ungarn, Rumänien, Finnland) und nur ein Spiel gegen Rumänien ging verloren. Für Nordirland ist es übrigens das erst Mal, dass sie sich für die Endrunde einer Europameisterschaft qualifizierten. 

Die Schlüsselspieler

Die meisten Spieler des nordirländischen Kaders spielen in den schottischen und in den englischen Ligen. Im vorläufigen Kader stellt allein Aaron Hughes, der bei Melbourne City in Australien spielt, eine Ausnahme dar. Desweiteren befinden sich auch viele Spieler aus den unteren englischen Ligen im Kader. Das geht von der Zweiten (9 Spieler) über die Dritte (6 Spieler) bis hin zur vierten Liga (1 Spieler). Hinzukommen sechs Spieler aus der ersten schottischen Liga und weitere fünf aus der Premier League. Bis auf Patrick McNair, der bei Manchester United spielt, sind alle andere vier Stammspieler in ihrem Vereinen. Jonny Evans und Gareth McAuley die beiden Innenverteidiger vom Tabellen 15. West Bromwiche Albion spielen sogar regelmäßig zusammen. Hinzukommt Craig Cathcart der Innenverteidiger des Tabellen 13. FC Watford. Der vierte im Bunde ist Steven Davis ein zentraler Mittelfeldspieler, der beim FC Southampton, die auf Tabellenplatz sieben stehen, regelmäßig auf dem Platz steht.

Fazit

Die Deutschen sollten keine Schwierigkeiten bekommen sich für das weitere Turnier zu qualifizieren. Nordirland wird vermutlich einsames Tabellenschlusslicht werden, da ihnen die internationale Erfahrung fehlt. Die ist bei der Ukraine zwar vorhanden, aber im Vergleich mit den starken Polen und dem deutschen Weltstar-Ensemble werden auch sie nur geringe Chancen haben. Allein Polen stellt einen wirklich gefährlichen Gegner dar. Hier kommt es wie bereits geschrieben auf die Nuancen in den direkten Duellen an.

Wer sich noch über andere Teams informieren möchte, findet hier eine gute Übersicht für jedes Team.


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