Football Friday: Kurt Landauer - Geschichte und Fußball


Eigentlich ist die Geschichte von Kurt Landauer zu beeindruckend und wichtig, um vergessen zu werden. Im Normalfall würde kein Verein der Welt diese Geschichte verschwinden lassen, doch im und nach dem zweiten Weltkrieg war die Situation in Deutschland vieles, doch ganz bestimmt nicht normal.

Kurt Landauer war einst Präsident des FC Bayern Münchens. Bereits als sehr junger Mann erlangte er hohe Posten im Verein. Fußball, das war für Landauer mehr als ein Sport. In einer Zeit in der diese Sportart vieles, aber ganz bestimmt nicht populär war, hielt er sie für das tollste der Welt. Als Präsident setzte er sich für internationale Spiele und bezahlten Fußball ein. Er wollte mehr als nur den gängigen Amateurfußball, den es in Deutschland gab. Britische Internatsschüler in der Schweiz gaben ihm, während seiner Ausbildung dort, diesen Gedanken mit. Lange wirkte er erfolgreich im Verein. Unter ihm holte der heutige Rekordmeister seine erste Meisterschaft und machte erste Schritte zu Professionalität.

Nur ein Jahr nach dem ersten großen Titel, im März 1933, trat Kurt Landauer von seinem Amt als Präsident zurück. Lange hatte der Verein an ihm festgehalten und würde es auch noch eine Weile tun, doch es gab für den Juden Landauer keine Möglichkeit mehr in dieser Position zu agieren.
Im Rahmen des Reichsprogrom wurde er festgenommen und in das KZ Dachau deportiert. Nach 33 Tagen der Misshandlung durfte er das Lager mit einem Ausreisebefehl wieder verlassen. Es folgten 8 Jahre in der Schweiz.

Nach Kriegsende kehrte er nach München zurück. Geplant war eine Weiterreise in die USA, doch seine Liebe zum FC Bayern München machte ihm einen Strich durch die Rechnung. Bereits Mitte 1947 war Kurt Landauer wieder Präsident "seines" Vereins und verschaffte diesem in dieser Funktion das noch heute genutzte Vereinsgelände an der Säbener Straße. Auch nach dem Bruch 1951 unterstütze er den Verein weiterhin.

 "Fußball ist ein Sport der verbindet"

Kurt Landauer ist ein Symbol für Vereinsliebe, doch besonders ein Zeichen dafür, was Diskriminierung anrichten kann. Fußball ist ein Sport der verbindet, das hat auch er früh bemerkt, deshalb sollten wir die Chance, die diese Art der Verbindung schafft, nutzen.

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