Football Fri.. ähh Saturday - Vom Albtraum zum Traumsieg oder #FCBFCP



Frank Ribéry ist dafür bekannt gerne mal den ein oder anderen Streich zu spielen. Mal ist Kumpel David Alaba das Opfer, mal Titan Oliver Kahn. Ribéry macht vor niemandem halt. Am Dienstag kam es einem zwischenzeitlich so vor, als hätte er aufgrund von Langweile während seiner Verletzung mit den Teamkollegen einen riesen Streich geplant, um die ganze Welt zu veräppeln.
Der Plan hätte in etwa so lauten können: 

1. Fahrt nach Porto und macht möglichst viele Fehler, sodass die Portugiesen denken, dass ihr eine Kreisliga-Mannschaft seit und sie so gut wie im Halbfinale stehen.

2. Spielt die ganze Woche über die Optimistischen, aber sagt stehts, dass ein 2:0 möglich wäre, aber schwer zu erreichen ist.

3. Schießt sie im Rückspiel in der ersten Halbzeit ab und zeigt eure beste Saisonleistung trotz der ganzen Verletzten.

Die Situation nach dem Spiel war ungewollt komisch. Irgendwie kam sich die Welt verarscht vor. Alle hatten gedacht das Ausscheiden im Viertelfinale würde den Bayern die Saison vermiesen. Viele hatte sich schon drauf gefreut. Aber wie formulierte Boatengs Schwester es so schön: "There will be haters, there will be doubters, there will be non-beliebers, and then there is Jerome and his team, proving them wrong!"

Die ganze Woche fieberten alle Fans dem Spiel entgegen. Den ganzen Dienstag über habe ich nur Fangesänge im Kopf gehabt und an einer schlagfertigen Aufstellung gebastelt (nur um am Ende festzustellen, dass Pep mal wieder einen ganz anderen Plan hatte) und kurz vor dem Spiel war ich so nervös, dass ich gar nichts mehr konnte. Dann begann das Spiel und schon nach wenigen Minuten hatte ich die Gewissheit für das Weiterkommen, von dem ich so fest überzeugt war. 
Dieser Teamgeist. 

Die Choreo der Fans. Zwei Worte, aber die richtige Botschaft "Niemals aufgeben!". Arjen Robben, der nach dem 1:0 ausrastet, sodass man Angst bekommt, dass er allein vom Jubeln seine Bauchmuskeln schon wieder zu stark belastet. Torschütze Jerome Boateng und Auswechselspieler Dante, die sich nach dem 2:0 in die Arme fallen. Die stundenlange Umarmung von Thiago und Javi nach dem Spiel. Lewandowski mit der FC Bayern-likesten Aussage, die ein Spieler machen kann: "Viele Leute haben gedacht wir schaffen das nicht. Aber wir sind Bayern. Wir können alles schaffen!"  
Es waren vor allem die Szene abseits des Sportlichen, die bei mir hängen bleiben werden. 
Doch auch das Sportliche war nicht zu verachten. 6:1 hieß es am Ende. Als Zuschauer bekam man schöne Tore und vor allem in der ersten Hälfte unbändigen Willen und große Spielfreude zu sehen. Als Fan des FC Bayern war es ein unglaublich schönes Spiel. Der ein oder andere, der eine enge Kiste erwartet hatte, wurde wohl leider enttäuscht. 

Nachdem man das Hinspiel so schmählich verloren hatte und in der Woche auch noch Mannschaftsarzt Müller- Wohlfahrt zurück getreten war, ging es bei dem Rückspiel um alles oder nichts. Und dann blühen die Bayern richtig auf. Der Vereinsslogen wird auch dahingehend interpretiert, dass er für ein unerschütterliches Selbstvertrauen steht. Der FC Bayern steht gerne mal mit dem Rücken zu Wand. Dann liefern sie häufig ihre besten Spiele ab. Wie sagte Thomas Müller vor dem Spiel auf der Pressekonferenz, es sei auch mal schön so ein Spiel zu haben, "weil wir dann einmal im Jahr ein Spiel auch gewinnen können, nicht nur nicht verlieren.“
Und irgendwo hat er ja auch recht, der Müller. 

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