Israelaustausch - Die speziellen Momente

05 November 2014 /
Es gab viele dieser speziellen Momente. Viele Momente in denen man Gänsehaut bekam, in denen man kurz davor war Tränen zu vergießen. Drei davon in nur zwei Tagen. Dienstags betraten wir einen jüdischen Friedhof. Es war mir unangenehm einen Friedhof zu "besichtigen". Nun standen wir da, hörten unserem Guide zu und schauten uns um. Die Stimmung war bedrückend. Die Zeremonie, die folgte, sorgte bei allen für Gänsehaut und bei vielen Deutschen für ein Schuldgefühl. Natürlich wussten wir, dass wir für die Vergangenheit nicht verantwortlich sind, aber wer jemals mit einer Gruppe Israelis auf einem jüdischen Friedhof stand, der weiß was ich meine. Am Ende der Zeremonie sangen die Israelis ihre Hymne und baten uns unsere ebenfalls zu singen. Singt ihr die deutsche Nationalhymne außerhalb von Nationalmannschaftsspielen? Ich jedenfalls nicht. Der Moment war wirklich sehr unangenehm. 



Am nächsten Tag hatten wir eine Feedbackrunde. Es tat wirklich gut über all dies reden zu können. Die Israelis gaben uns das Gefühl, das sie uns für nichts die Schuld geben. Außerdem waren sie äußerst irritiert, dass man die Hymne bei uns so selten singt. In Israel singen sie ihre nämlich ständig. Und so kam es, dass wir uns bei der zweiten Zeremonie in einem Strafgefangenenlager schon weniger komisch vorkamen, als wir die deutsche Hymne sangen. Aber auch diese Zeremonie war wieder emotional. Der emotionalste Moment wird aber noch folgen. Doch dazu nächstes Mal mehr. 







1 Kommentar:

  1. Israel <3 Wie sehr ich es vermisse!!!

    LG, Hannah
    http://mehr-und-weniger.blogspot.com

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Liebe Grüße Anneke