Generation Beziehungsunfähig

Gelangweilt sitze ich in meiner Vorlesung. Unsere Dozentin hat die große Gabe unser Skript auf die langweiligste Art und Weise runterzulesen. Und auch wenn ich mir größte Mühe gebe zuzuhören, weiß ich jetzt schon, dass das heute nichts mehr wird. "Nicht weiter schlimm", denke ich, "steht ja eh alles Wort für Wort im Skript." Also beende ich meinen inneren Kampf und greife doch zum Smartphone. Mein Datenvolumen ist mal wieder gedrosselt. Leben ohne WLAN ist schwerer als man denkt. Meine Wahl fällt auf Jodel, das verbraucht wenigstens nicht so viel des wertvollen Datenvolumens.

Und während ich mich durch die anonymen Posts von Studenten aus Köln, Brühl und Umgebung scrolle, fällt es mir mal wieder auf. Die Jodel, die sich um Freundschaft+, One Night Stands und Sexdates drehen häufen sich. Eine Jodlerin merkt gar an: "Was ist nur los mit unserer Generation. Wenn ich das hier so lese, sind wir alle beziehungsunfähig." Und während meine Dozentin die Kapitalwertmethode eingehend bespricht, mache ich mir Gedanken um uns. Sind wir wirklich alle beziehungsunfähig?


Es stimmt, das vorherrschende Thema in den Medien wenn es um Liebe und Beziehungen geht, sind lockere Formen. Ob offene Beziehungen, Freundschaft+ oder eine flüchtige Nacht zu zweit (oder Dritt), eine "normale" Beziehung spielt kaum noch eine Rolle außerhalb der Schweighöfer-Schweiger-Filmszene. Doch es gibt sie noch diese romantischen Beziehungen. Wenn ich meiner besten Freundin zuhöre wie sie über ihren Freund spricht oder wenn meine Kollegin von dem "K. fürs Leben" spricht, dann ist das echt und es ist real. Nur leider, und das ist der Punkt, ist es den Leuten nicht spannend. Die Leute wollen lieber von etwas lesen oder hören, was nicht alltäglich für sie ist. Vielleicht auch von etwas, das sie sich selbst nicht trauen würden. Zudem hat nicht jeder das Glück gleich seinem Traumprinzen oder seiner Prinzessin zu begegnen. Wie heißt es so schön:  
„Man muss viele Frösche küssen, bevor man einen Prinzen findet.“  
Und was wäre unfairer dem anderen gegenüber als wenn man weiß, dass es nicht lange halten wird und trotzdem eine Beziehung eingeht? Dann doch lieber gleich sagen, was Sache ist.

Natürlich ist die "Generation Beziehungsunfähig" kein reines Mediengespinnst. Vielen fehlt das Vertrauen in andere Personen oder sie haben Angst etwas zu verpassen, wenn sie eine feste Beziehung eingehen. Zudem sind sich viele Psychologen sicher, dass Scheidungskinder schwerer in eine feste Beziehung finden. Und sind wir nicht die Generation der Scheidungskinder? Ich bin selbst  ein Scheidungskind und trotzdem hat es bei mir zwischen Kennenlernen und Beziehung keinen Monat gebraucht. Bei keinem Thema kann man so schwer pauschalisieren, wie bei diesem.

Mir ist es letztlich egal, wer was für eine Art von Beziehung führt. Jeder soll das machen, was ihn glücklich macht, solang er andere damit nicht verletzt. Was mich viel mehr stört, ist das schnelle aufgeben.

Nach 65 Jahren Ehe wurde ein Paar befragt, wie sie es geschafft haben so lange zusammen zu bleiben. Die Frau dachte ein paar Sekunden nach und antwortete:
„Wir wurden in einer Zeit geboren, in der man kaputte Dinge reparierte, anstatt sie wegzuwerfen…“

Natürlich hat es keinen Sinn eine komplett zerstörte Beziehung aufrecht zu erhalten. Wenn das Vertrauen weg ist, lässt sich eine Beziehung schwer reparieren. Doch bei Kleinigkeiten sollte man nicht aufgeben. Ein tolles Beispiel dafür sind meiner Meinung nach Joana und Niklas, die ihre Krise überwunden haben und nun bald heiraten. Ich bin für mehr solche Geschichten. Denn eine "Generation Beziehungsunfähig", die gibt es - meiner Meinung nach - nur solange wir es zulassen.

Life Update

Vielleicht hat mich der ein oder andere ja schon vermisst, vermutlich ist euch in der Sommerphase gar nicht aufgefallen, dass ich  "weg" war.  Was ist also in der Zwischenzeit passiert?


Urlaub in München

Die letzten Posts erschienen, als ich in München war. Dort habe ich eine schöne Woche mit meiner kleinen Schwester verbracht und einige online Freunde getroffen. Unter anderem Marianne, die ihr bestimmt von ihrem Blog "deliriumskind"  kennt. Ihr bekommt natürlich noch einen genaueren Post über diese Reise.

Arbeits- und Studiumsbeginn

Da ich ein duales Studium mache, musste ich bereits am 1.8. anfangen. Zuerst war ich eine Woche in meiner Einstellungsbehörde und habe einiges ansehen können und meine Kollegin kennengelernt. Seit dem 8.8 bin ich nun in meiner Studium.

Umzug ins Studentenwohnheim 

Weil ich nicht in der Nähe meiner Heimat studiere, stand zudem noch ein Umzug an. Ich lebe aktuell im fachhochschuleigenem Wohnheim. Hier habe ich mein eigenes Zimmer mit Bad, nur eine Küche muss ich mir mit den anderen teilen, was eher praktisch als problematisch ist. Diese Woche haben wir regelmäßig zusammen gegessen. Nur das Internet darf ich hier nicht mit meinem privaten Laptop nutzen, sodass Blogposts in Zukunft noch mehr Arbeit sind. Also habt bitte Nachsicht, wenn Posts jetzt leider doch seltener werden.

5 deutsche Städte, die eine Reise wert sind

Letzten Sommer, ihr erinnert euch, bin ich gemeinsam mit meiner Schwester durch Deutschland gereist. Dadurch konnte ich einen ersten Eindruck von vielen Städten gewinnen unter denen einige sind, die ich gerne noch ein weiteres Mal bereisen würde. Heute möchte ich euch fünf Städte nennen, abseits der üblichen Verdächtigen wie Berlin oder München, die eine Reise wert sein könnten.


1. Freiburg

Besonders über unsere ultrakurze Aufenthaltszeit in Freiburg haben wir uns sehr geärgert. An einem lauen Sommerabend hat uns die Stadt sehr gut gefallen. Der Anzahl an Touristen zufolge, scheint die Gegend nicht ganz unbeliebt bei Urlaubern zu sein. Die Stadt hat einen sehr entspannten Flair. Laut der Mappe in unserem wirklich tollen Hostel, gibt es zudem nicht wenig zu unternehmen in Freiburg und Umgebung. Diese Stadt ist auf jeden Fall ganz weit oben auf der Liste wiederzubesuchender Städte. 



2. Bremen

Wenn man im Norden Deutschlands Urlaub macht, dann fährt man meist an die Küste und für Städtetrips geht es eher nach Hamburg. Keine Frage Hamburg ist eine wirklich schöne Stadt, aber es ist nicht die einzige norddeutsche Stadt, der man einen Besuch abstatten sollte. Im Vergleich zum Süden sind die Leute hier oben zwar verhältnismäßig kühl, aber davon sollte man sich nicht abschrecken lassen. Bremen ist eine niedliche kleine Stadt, die neben Innenstadt, Stadion und alten Gebäuden auch mit einiger Grünfläche glänzen kann. 


3. Wolfsburg

Die meisten Leute, werden mich für verrückt erklären. Allgemein gilt Wolfsburg ja eher als Stadt der VW-Mitarbeiter mit wenig Reiz für Urlauber. Ich gebe zu, für eine Woche Familienurlaub ist die Stadt vermutlich wirklich nicht geeignet, aber für ein (verlängertes) Wochenende kann man schon mal dort hinfahren. Reizvoll ist vor allem die Autostadt (jaja, doch VW) und auch die VfL-Fußballwelt (ich berichtete euch bereits hier, dass sie nicht nur für Fußballfans spaßig ist.) 

4. Dortmund

Dortmund ist wieder eine von diesen Städten, die wir selbst kaum weiter betrachten konnten. Doch für Urlaub im Ruhrgebiet ist sie durchaus reizvoll. Denn von den dort liegenden Städten, ist sie eine der schönsten, wenn nicht sogar die schönste Stadt. Neben den Attraktionen in Dortmund selbst, bietet die kurze Entfernung zu anderen größeren Städten eine gute Möglichkeit für Tagesausflüge aller Art. 

5. Bonn

Bonn lernte ich im Zuge einiger Termine für mein zukünftiges Studium kennen. In der ehemaligen Hauptstadt ist es besonders für Kultur und Geschichtsfans interessant. Das Haus der Geschichte bietet aber, glaube ich, Spaß für die gesamte Familie, da es ein wirklich toll aufgemachtes Museum ist, das jedem Besucher eine Zeitreise ins Deutschland der Vergangenheit ermöglicht, auch wenn das nicht immer schön ist. 


Frankfurt vor einem Jahr

Diese Eindrücke aus Frankfurt schlummern schon ewig in meinem Entwurfordner. Jetzt zeige ich sie euch. Kennt ihr das, wenn ihr so Schnappschüsse habt, die ihr gerne teilen wollt, aber nicht so recht wisst, was ihr dazu schreiben sollt? 
Was macht ihr immer mit solchen Fotos?












Travelguide: 5 Tipps für Urlaub an der Costa Brava

Als ich aus meinem Dänemark-Urlaub wiederkam, ging es direkt weiter. Mit zwei Freundinnen flog ich nämlich nach Calonge in Spanien. Dort hat die Familie einer Freundin ein Ferienhaus, in dem wir eine Woche blieben.


1. Am Strand liegen

Wenn man schon an der Küste Spaniens Urlaub macht, dann sollte man den Strand auch nutzen. Wir waren außerhalb der Saison dort und hatten deshalb unglaublich viel Platz am Strand. Das Wasser war zwar noch ein wenig kalt, aber als Erfrischung gerade richtig. Vergesst bloß nicht euch ordentlich einzucremen, denn die Sonne knallt dort stärker als hier. Diese Weisheit mussten wir auf die harte Tour wieder in unser Gedächtnis rufen. 


2. Palamos

Nur wenige Kilometer von unserem Urlaubsort Calonge entfernt, befand sich Palamos. Die Stadt ist für ihren Fischmarkt bekannt. Der zweit größte Hafen Kataloniens wird gegen 16 Uhr täglich von Fischerbooten angefahren. Kurze Zeit später wird der frische Fisch gleich am Hafen in einem Kühlhaus verkauft. Auch wenn man keinen Fisch mag, ist das Spektakel schön anzusehen und die Atmosphäre am Hafen ist wirklich toll.


3. Outlet "La Roca Village"

Wer nach Spanien etwas Geld zum Shoppen mitgebracht hat, der sollte sich die Outlets nicht entgehen lassen. In La Roca Village findet man sämtliche großen Marken. Wenn man richtig sucht, kann man dort wirkliche Schnäppchen machen. Ich habe Schmuck im Wert von über 100€ für knapp 50€ bekommen. Zudem findet ihr einen Nike Factory Store, der billige Schuhe hat und einen Mango Outlet, der für jeden erschwinglich ist. Wir haben dort nicht wirklich viel gekauft, aber das Dorf ist sehr niedlich und man kann sich dort auch einfach in die Sonne oder einen Starbucks setzen und eine Runde schnacken.


4. Einen lokalen Markt besuchen

Dieser Tipp gilt nicht nur für Calonge und Umgebung, sondern allgemein für Spanien. Die kleine lokalen Märkte bieten alles was das Herz begehrt. Obst, Fleisch, Taschen und Kleidung. Wichtig ist, dass die Sachen natürlich nicht von den angepriesenen Marken sind. Bei den Preisen eigentlich selbstverständlich, aber ich wollte es noch einmal erwähnen.

5. Barcelona

Zu Barcelona habe ich ja bereits einen eigenen Post geschrieben. Mein Tipp: Wenn es geht, nehmt euch lieber zwei Tage in Barcelona und bucht für die letzte Nacht ein Hotel dort. Es gibt viel zu sehen und ein Tag reicht definitiv nicht. Wer aber nur einen Tag hat, der kann ja mal meine Tipps lesen, wie man die Zeit dort am besten nutzt. 


Barcelona an einem Tag


Wer nur einen Tag in einer Großstadt, wie zum Beispiel Barcelona hat, will möglichst viel sehen. Deshalb bietet es sich an ein Ticket für einen Hop-on-hop-of-Bus zu kaufen. Am Ticketschalter erhaltet ihr meist einen Fahrplan. Sucht euch vorher ein zwei Stationen aus, die ihr unbedingt genauer besichtigen wollt. Wir sind in Barcelona beide Touren gefahren. Ausgegebene Fahrzeit 4,5 Stunden.



Da wir alle drei große Fußballfans sind, stand eine Haltestelle schon vorher fest. Das Camp Nou, Stadion des FC Barcelona. Ich habe ja nun schon einige Stadiontouren mitgemacht und diese war völlig anders. Man hat die Möglichkeit selbst durchs Stadion zu gehen. So fehlen zwar hier und da ein paar Informationen, aber man kann sich an den Orten, die einen interessieren mehr Zeit lassen und noch einige Bilder schießen. Zudem lohnt sich das Museum mit imposanter Titelsammlung. 



Was man sich in Barcelona auch nicht entgehen lassen darf, ist die Architektur. Die kann man allerdings auch sehr gut aus dem Bus heraus betrachten. Wenn ein Gebäude mehr interessiert kann man auch mal kurz spontan aussteigen und in den nächsten Bus, wenige Minuten später, wieder einsteigen.




Mittags haben wir einen Stop am Hafen eingelegt. Hier gibt es zahlreiche Restaurants und Fast Food-Ketten. Bei schöner Aussicht kann man hier wirklich gut zu Mittag essen.




Einen Stop, der uns noch sehr interessiert hat, war der Park Güell. Neben der tollen Architektur und dem vielen Grün, besticht dieser Ort durch einen tollen Ausblick über ganz Barcelona.






Unser letzter Stop war am Ramblas, etwas was man laut unserer kompetenten Reisebegleitung gesehen haben sollte. Und sie hat recht. Ähnlich wie die Märkte in Israel nur mit weniger Tee und dafür mehr Fisch. Dort lässt sich super frisches Obst und Smoothies kaufen. Danach ging es für uns zurück zum Start am Bahnhof, um mit dem Zug wieder zurück zu fahren.